Clubhouse in der Schweiz? Jetzt geht es los!

Wer in den letzten Tagen nichts von Clubhouse mitgekriegt hat, hat Social Media-Technisch etwas unter dem Stein geschlafen. 😉 Clubhouse ist auch im deutschsprachigen Raum angekommen und ĂŒberrennt den LinkedIn-Feed und die Instagram-Stories nahezu mit Leuten, die der App beigetreten sind. Definitiv ein Hype, doch wir von NEOVISO finden, Schweizer Marketing und Branding Fachleute sollten sich mit Clubhouse auseinandersetzen. Es werden gerade neue Standards in der Community-Building, Vernetzung und Vermarktung gesetzt.

Was ist Clubhouse?

Clubhouse ist eine neue Social Media Plattform mit Fokus auf Audio. Es gibt verschiedene RĂ€ume, denen man spontan beitreten kann, in welchen die Moderatoren und GĂ€ste auf der «BĂŒhne» miteinander sprechen (alles virtuell, aktuell nur via iOS Smartphones möglich). So sind vielleicht eine Hand voll Personen in der Diskussion dabei und eine Vielzahl von Menschen hören gemĂŒtlich zu. Wir haben RĂ€ume mit 10 Personen gesehen, aber auch RĂ€ume mit 500 – 800 Personen live mit dabei! Nebst den RĂ€umen gibt es sogenannte Clubs, welchen man nur beitreten kann, wenn man eingeladen wird. Dies sind quasi Gruppen, denen man zwar folgen kann, aber ohne Einladung nicht aktiv teil davon sein darf. Die App ist ĂŒbrigens gleich strukturiert. Man kann sich nicht einfach einloggen und loslegen, sondern ein bestehende/r Nutzer/in muss die Neulinge einladen. Diese Einladungen sind natĂŒrlich beschrĂ€nkt. Deshalb kĂ€mpfen die einen um Einladungen und andere werben mit ihren vorrĂ€tigen “Invites”. Das ist eine clevere Vermarktung- und Skalierungsstrategie von Clubhouse. Man kreiert dadurch eine ExklusivitĂ€t (wie beispielsweise beiden Golf-Clubhouses oder Studentenschaften) und erzeugt gleichzeitig FOMO (Fear Of Missing Out). So werden alle neugierig und wollen mehr erfahren.

Warum ist Clubhouse wichtig fĂŒr mich als Marketeer?

Clubhouse setzt gerade neue Standards. In der Schweiz, Deutschland und Österreich explodiert die Zahl an Neuanmeldungen gerade und die Community wĂ€chst. In anderen Regionen, spezifisch in der USA, ist die App schon grösser. Das Spezielle daran ist, dass es nicht auf Video oder Bilder setzt (wie beispielsweise TikTok, Snapchat oder Instagram), sondern rein auf Audio basiert. Die Chance und Challenge liegt nun darin, sich als Personal Brand enorm schnell bekannt zu machen oder eine Community fĂŒr seine Produkt- oder Servicemarke auf eine neue Art und Weise aufzubauen. Hier können ja keine Produkte gezeigt werden, sondern man muss die Community mit Audio-Content fĂŒttern. Diese Art und Weise ist sehr spannend zu beobachten, welche AnsĂ€tze es geben wir.

Ein Megatrend liegt generell in der Voice-Steuerung und Audio-Content. Hier sehen wir eine Applikation davon und werden es die nĂ€chsten Wochen beobachten. Wie soll meine Marke klingen? Welche Inhalte soll sie via Audio vermitteln? Wie hĂ€ufig geht ihr mit eurem Raum Live? Solche Fragen mĂŒssen sich viele Marketeers und Branding-Fachtleute nun fragen.

Wo liegen die Chancen im Marketing?

Wir von NEOVISO sehen folgende Chancen:

  • Austausch mit der Community –> man kann sich regelmĂ€ssig mit Nutzerinnen und Nutzer eurer Produkte unkompliziert austauschen und so seine eigene Fokusgruppe durchfĂŒhren
  • Live-Podcastaufnahmen –> In einem Room zuzuhören fĂŒhlt sich eigentlich wie ein Podcast an.
  • Neue Trends dank spannenden RĂ€umen und Clubs entdecken
  • Informationskanal –> neue Produkt-Features können so kommuniziert werden
  • First-Mover Advantage –> Clubhouse ist immer noch in Beta-Version und man kann sich jetzt den Vorteil als First-Mover sichern

Ist Clubhouse eine Generation Z App?

Nein, Clubhouse ist keine Generation Z App. Zumindest ist sie nicht die grösste Altersgruppe, welche auf Clubhouse vertreten ist. Es gibt noch keine öffentlichen Zahlen, aber aufgrund eigener Erfahrungen ist die Hauptnutzergruppe 25 bis 45 Jahre alt.

Sollte ich als Marke Clubhouse eröffnen?

Aktuell sind die Clubs sehr themen- oder personenorientiert. Grosse Marken sind noch nicht stark vertreten und das ist auch nicht der Sinn davon. Als Marke sollte man also besser die Personen hinter der Marke einsetzen und diese auf der App walten und schalten lassen. Sie können, sobald sie den Level 3 erreicht haben, eigene Clubs grĂŒnden, welche dann zur Community Building optimal einsetzen lassen. Dabei sollte aber stets der informative und unterhaltsame Content stehen und nicht die eigene Marke!

Wie weiter?

Testet das Ding einfach aus! Runterladen, auf eine Einladung warten und dann einfach mal entdecken. So lernt man am meisten. NatĂŒrlich sind wir von NEOVISO immer auf einen virtuellen Kaffee zu haben, um euch weitere Fragen zu beantworten oder Strategien fĂŒr das Audio-Branding zu entwickeln. Los geht’s!

Lasst uns eure zukunft mitgestalten!

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