Employer Branding für die Generation Z

Wie baue ich einen attraktiven Employer Brand für die Generation Z auf? Sind wir als Firma genug attraktiv für die Gen Z? Wir haben Antworten für euch. Kurz und knackig.

Starten wir bei den Basics: Wer ist überhaupt die Generation Z?

Wir bei NEOVISO definieren die Generation Z so: alle Personen mit Jahrgang 1995 bis 2010. Einfach gesagt: die jungen Leute unserer Gesellschaft. Ob man jetzt im 1994 oder 1996 geboren wurde, spielt gar nicht eine so grosse Rolle. Eine solche strikte Trennung macht keinen Sinn. Es geht eher um das gesamthafte Mindset dieser jungen Leute mit einem neuen Bedürfnis, wo und wie sie arbeiten wollen.

Und was ist nun Employer Branding?

Als Employer Brading bezeichnet man alle Aktivitäten, online und offline natürlich, die Firmen unternehmen, um sich als attraktive Arbeitgeberin zu platzieren. Wir kennen es alle vom Produkt-Branding: es gibt viele gleiche Produkte vom Inhalt her, aber das Packaging, die Werbemittel, die Slogans, die einzelnen Vorteile und das Storytelling unterscheiden sich oftmals stark von Produkt zu Produkt. Genau so sollte es auch in Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt geschehen. Es gibt beispielsweise viele Firmen, welche eine KV-Lehrstelle oder eine Polymechaniker:in suchen, aber nicht alle Unternehmen wirken gleich attraktiv. So greifen wir auf das Employer Branding zurück und stellen euch als attraktiver dar.

Wichtig: Employer Branding betrifft viele Personen im Unternehmen. Beispielsweise haben wir bei uns Stee, welche das HR macht und gleichzeitig auch den Titel «Chief Happiness Officer» trägt. Hier unser Podcast dazu:

Was nützt Employer Branding?

Ein attraktives Employer Branding bewirkt folgendes: 

  • Potenzielle Arbeitnehmende schätzen euch attraktiver ein
  • Höhere Anzahl an Bewerbungen
  • Qualitativ bessere Bewerbungen
  • Aktuelle MItarbeitende werten ihren Arbeitgeber auf
  • Aktuelle Mitarbeitende sind stolz auf ihr Unternehmen
  • Generell höhere Awareness eurer Firma
  • Man setzt sich länger mit eurem Unternehmen auseinander
  • Mehr Empfehlungen an Freunde und Bekannte, dass ihr ein attraktiver Arbeitgeber seid
  • Die Unternehmen setzen sich konkret mit ihren Vorteilen auseinander

Employer Branding für die Generation Z

So jetzt kommen wir zur grossen Aufgabe: wie erarbeite ich nun eine attraktive Arbeitgebermarke (oder eben Employer Brand) für die Generation Z? Es braucht drei Dimensionen, welche man stets betrachten muss: Inhalt, Design und Distribution.

1 - Inhalt: Was ist eure Employer Value Proposition

Es gilt zu definieren, welche Attribute, welche Werte und welche Vorteile euch als Unternehmen herausragen lassen. Was macht euch speziell? Welche Personen oder welche Werte machen euch einzigartig? Was bietet ihr an? Dabei gilt es nicht nur zu beachten, was speziell ist, sondern, dass man auch diejenigen Dinge kommuniziert, die in euren Köpfen als «normal» gelten, aber gegen Aussen sehr attraktiv wirken. All das muss in einem sauberen Prozess und verschiedenen Interviews entwickelt werden. Am Ende steht die EVP: Employer Value Proposition.

Hier haben wir von NEOVISO viele Studien, Fokusgruppen und weitere Insights aus der Schweizer Generation Z, welche für euch relevant sind.

2 - Design: Die Gen Z ist eine visuelle Generation

Nun geht es darum, wie ihr die Inhalte aufbereitet und kommuniziert. Dabei sollte nicht nur die Webseite mit Text vollgeschrieben sein, sondern natürlich auch attraktive Bildwelten von vor und hinter den Kulissen zu finden sein. Wichtiger als je zuvor ist natürlich Video. Setzt verschiedene Medienformate ein, adaptiert euer visuelles Design für eine 2022 Welt und hinterlasst einen optimalen ersten, zweiten und dritten Eindruck. Die Gen Z ist eine visuelle Generation und das müssen wir zwingend beachten.

3 - Distribution: Social First

Wo sollten jetzt diese schönen Inhalte verteilt werden? Natürlich klickt eine 21 Jährige Person nicht direkt auf eure Webseite, sondern ihr müsst dort aktiv sein, wo die jungen sind. Das ist auf Instagram, Snapchat und Tiktok. Es gibt unzählige Kanäle (online wie auch offline), auf denen Unternehmen aktiv sein können oder sollten, aber wir fokussieren uns natürlich auf diejenigen, wo die Gen Z sich aufhält.

Es braucht dafür eine klare Candidate Journey. Das ist die Reise, auf welche sich potenzielle Arbeitnehmende begeben: von der Aufmerksamkeitsphase über euer Unternehmen, zur Interesse-Phase, zur Bewerbungsphase bis hin zum On-Boarding-Prozess hinein in die Bindungsphase. Das ist ein komplexer, spannender und wichtiger Prozess für euch.

Wo platziert ihr eure Inhalte als Arbeitgeberin? Grundsätzlich überall, wo ihr könnt. Oftmals kostet das aber: Printwerbung, Events, Hochschulanlässe und vieles mehr. Auf Social Media habt ihr natürlich auch Zeit respektive Lohnkosten, die hineinfliessen, aber ihr habt das Medium selbst im Griff und entscheidet selbst, wann und wie viel rausgeht.

Unser Strategie und Creative Team haben dabei viele Best-Practice Ansätze, die wir euch gerne zeigen. Die Social Media Welt ist komplexer, aber  auch wertvoller als man denkt.

The Way to New Work

Nebst der idealen Vermarktung müssen sich Unternehmen natürlich fragen, welche internen Faktoren eine wichtige Rolle für den Employer Brand spielen. Dabei gilt es natürlich «New Work» auszuleben: zeitgemässes Leadership, psychologische Sicherheit, moderne Büros, klare Werte und Offenheit gegenüber Neuem.

Wer mehr darüber erfahren will, kann den Podcast von Yannick (Geschäftsführer NEOVISO) und Nicole Kopp (Go Beyond) hören: 

Was nun? Wo beginne ich?

Am besten sprecht ihr mal mit zwei, drei jungen Personen aus dem Betrieb. Finden sie den Unternehmensauftritt attraktiv oder nicht? Was würden sie verbessern? Danach macht ihr euch einen Plan, wie ihr den EVP herauskristallisieren wollt und ob ihr professionelle Hilfe braucht. Natürlich sind wir immer für euch da.

Das Wichtigste jedoch: einfach mal starten. Ein Employer Branding Projekt hat viele Facetten und wird schnell umfangreich. Anstatt alles bis in die Perfektion zu planen empfehlen wir immer: startet mit einem kleinen Projekt und lernt daraus.