Welche Social Media nutzt die Gen Z und wieso?

Gen Z und Social Media

Eine Push-Mitteilung hier, eine Whatsapp-Nachricht da, eine Snap-Anfrage dort -  das Smartphone ist quasi die Fernbedienung unseres Lebens geworden, speziell natürlich für die Generation Z. Daher ist klar, dass sich die jungen Personen auf mehreren Social Media Konten tummeln und diese auch aktiv nutzen. Wir wollten spezifisch wissen, welches Nutzungsverhalten die Gen Z hat. Unsere Studie hat ergeben, dass die Top 3 Plattformen der Teilnehmenden Instagram (96%), WhatsApp (90%) sowie Snapchat (80%) sind. Auf Platz vier folgt TikTok mit nur 60%. Während TikTok zwar bei den jüngeren Personen der Generation Z sehr rege genutzt wird (fast mehr als Instagram), ist die Nutzungsrate über die gesamte Gen Z betrachtet eher tief, da viele diese App getestet haben und es nun wieder gelöscht haben (Aussagen aus Fokusgruppen vom 2022).

Wer sich gut zurückerinnern kann, hat den Hype um Clubhouse zu Beginn von 2021 gut im Kopf. Wir beobachten solche neuen Trends stets und haben abgefragt, wer dies eigentlich noch nutzt. So haben nur 1% der Teilnehmenden einen aktiven Clubhouse-Account. Woran könnte das liegen? Unser Gen Z Trend Specialist Andrea ist überzeugt, dass der Anfangs-Hype um die App verflogen ist. Der exklusive Zugang (nur über Einladung eines/-r User:in) gibt es ebenfalls nicht mehr.  Die Plattform ist aber besonders für Podcast-Begeisterte ein interessanter Zeitvertreib. Eine spezifische Gen Z Plattform ist es aber nicht.

Auch Facebook und Twitter werden immer weniger genutzt. Facebook ist mittlerweile zur “Boomer-Plattform” geworden, wo sich die Eltern der Gen Z herumtreiben. Auch Twitter ist sehr textlastig und weniger leicht zu konsumieren. Der einzige Einsatz von Twitter geschieht wohl noch im Politik- und Journalismus-Umfeld.

Generation Z und wie sie Messenger Dienste nutzt

Monatelang stand WhatsApp wegen seiner geplanten AGB-Änderungen in der Kritik. So haben viele den Messenger-Dienst deaktiviert bzw. gelöscht und sind auf andere Anbieter wie etwa Threema und Signal umgestiegen. Wie stark hat das Ganze dem Messenger wirklich geschadet? Trotz des AGB-Wirbels hat unsere Studie ergeben, dass immer noch knapp 90% der jungen Generation ein aktives Konto bei WhatsApp haben. Signal (8%) und Threema (4%) hingegen werden nur sehr selten von der Generation Z genutzt. Nach wie vor kommuniziert die Gen Z auch über Snapchat oder die Insta DMs mit ihren besten Freund:innen.

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Wie wichtig sind Influencer:innen für die Gen Z?

Influencer:innen produzieren fast täglich Content und interagieren mit ihren Fans auf den unterschiedlichen sozialen Netzwerken. Unsere Studie hat gezeigt, dass rund 30% der Gen Z mehr als 20 Influencer:innen folgt! Einerseits interagieren die Influencer:innen über Stories, Posts und Direct Messages mit ihren Followern und andererseits machen sie für Marken oder Unternehmen Content, um deren Bekanntheit zu steigern oder ihre Produkte zu bewerben. Spannend sind auch Co-Creation Projekte, wobei die Unternehmen zusammen mit Influencer:innen neue Produkte erstellen, welche dann den entsprechenden Followern schmackhaft gemacht werden. Ein bekanntes Beispiel, ist der schwedische Poster-Hersteller Desenio, welcher mit verschiedenen Influencer:innen wie Janni Olsson Delér oder Ana Johnson neue Poster kreiert hat.

Viel Konsum, aber wenig posten?

Die Studie hat ergeben, dass die Gen Z selten Beiträge auf Social Media postet. Über 76% der Teilnehmenden geben an, dass sie nicht einmal einen Post (Stories ausgenommen) pro Woche absetzen. Die Gen Z konsumiert folglich eher auf Social Media und kreiert eher weniger Content. Spannend ist die Einschätzung der jungen Generation. Sie sind sich sehr wohl bewusst, dass sie viel Zeit auf Social Media verbringen. Dies zeigt sich bei der Zustimmung von 45% bei der Aussage «Ich verbringe viel Zeit auf Social Media.». 39% der Teilnehmenden geben jedoch auch an, dass sie lieber weniger Zeit auf Social Media verbringen möchten. Beispielsweise richtet sich die Gen Z daher Zeitlimits für die einzelnen Apps ein oder löschen/deaktivieren die Apps für eine gewisse Zeit. NEOVISO weiss auch aus internen Studien, dass viele Junge neuere Social Media Apps wie TikTok aus Selbstschutz bezüglich Suchtpotential gar nicht installieren oder wie oben erwähnt wieder gelöscht haben.

Social Media und euer Unternehmen?

Wenn ihr euer Unternehmen erfolgreich auf Social Media bringen wollt, dann lasst uns mal darüber sprechen. Wir zeigen euch, wie ihr effektiv die Gen Z online erreicht und helfen euch Schritt für Schritt, diese Kanäle professionell zu betreiben.